So gelingen euch perfekte Landschaftsaufnahmen

Wer zum Fotografieren in den Harz kommt, denkt in erster Linie an wunderschöne Landschaftsaufnahmen. Da ich seit vielen Jahren unter anderem als Hochzeitsfotografin arbeite, weiß ich, dass Fotografie nicht einfach Fotografie ist. Verschiedene Bereiche erfordern individuelles Können und so brauchte es auch einige Anläufe, um eine Landschaft perfekt in Szene zu setzen. Wie oft hatte ich das falsche Equipment dabei, oder bin zur falschen Tageszeit losgewandert. Aus all diesen Fehlern habe ich gelernt und möchte euch jetzt meine Tricks für perfekte Landschaftsaufnahmen verraten.

1. Das richtige Licht

Die Tageszeit spielt für das Licht eine große Rolle. So bevorzuge ich persönlich die frühen Morgenstunden kurz vor dem Sonnenaufgang oder die Golden-Hour mit anschließender Blue-Hour. Das Licht ist für mich immer der Ausgangspunkt eines guten Bildes und ihr werdet sehen, dass auch ihr irgendwann eure favorisierte Zeit finden werdet, nach welcher ihr eure Fotoausflüge richtet.

2. Equipment

Sicherlich benötigt ihr für den Einstieg in die Fotografie nicht das ultimative Equipment. Für den Anfang reicht es, einfach so oft wie möglich in die Natur zu gehen und zu üben. Mit der Zeit werdet ihr allerdings feststellen, dass euch das passende Equipment auf ein ganz anderes Level der Fotografie bringen wird.

Diese Objektive bevorzuge ich:

– 24 mm / 1.4
– 16 mm / 1.4
– 24-70 / 2.8
– 400 mm / Teleobjektiv

Wie ihr seht, setze ich vermehrt auf lichtstarke Weitwinkelobjektive. Für Landschaften machen sich allerdings auch das genannte 24-70, sowie ein Teleobjektiv sehr gut. Besonders wenn ihr einfach mal ein Motiv näher heranholen möchtet.

Für die Landschaftsfotografie könnt ihr euch außerdem ein Stativ zulegen. Es wird euch dabei helfen euer Motiv richtig auszurichten und so könnt ihr auch in der Nacht scharfe Aufnahmen machen, oder sogar Langzeitbelichtungen versuchen.

3. Die richtige Blendeneinstellung

Bei der Landschaftsfotografie möchtest du einem großen Teil des Bildes Schärfe verleihen, deshalb solltest du immer eine etwas höhere Blende einstellen. Sicherlich hat dies auch etwas mit persönlicher Präferenz zu tun, jedoch erzielst du die beste ganzheitliche Schärfe, wenn du zwischen 5 und 13 wählst.

4. Fotografiere im RAW-Format

Raw-Dateien beinhalten alle Bildinformationen und geben das Foto unverändert heraus. Hast du JPEG eingestellt, werden die Bilder komprimiert und Bildinformationen gehen verloren. Besonders für die spätere Bildbearbeitung ist es von Vorteil, RAW-Dateien zu verwenden.

5. Bildkomposition

Landschaftsaufnahmen sehen viel besser aus, wenn du dich etwas mehr auf die Bildkomposition konzentrierst. Dazu gehört unter anderem auch der sogenannte “Goldene Schnitt”. Das Bild wird dabei so aufgeteilt, dass neun gleich große Rechtecke enstehen. Diese Linien könnt ihr euch immer virtuell vorstellen und euer Motiv danach ausrichten. Euer Hauptmotiv sollte an den Schnittpunkten oder entlang der gedachten Linien platziert werden.

Besonders interessant wirkt die Landschaftsfotografie auch, wenn ihr nicht nur die Landschaft selbst in den Fokus setzt, sondern zum Beispiel einen Menschen in die Landschaft stellt. Doch auch hier gilt: Üben, üben, üben.

6. Bildbearbeitung

Die Bildbearbeitung ist mittlerweile ein großer Teil der Fotografie, denn hier geschieht der Feinschliff. Selbstverständlich ist bereits das Ausgangsmaterial, also eure Fotos von großer Bedeutung. Wählt deshalb bei der Bildauswahl bedacht aus. Für mich ist bei der Bearbeitung wichtig, dass ich lediglich das Beste aus dem Bild heraushole und es nicht verfremde. Dafür benutze ich meine eigenen Presets, welche ihr auch bald auf unserem “Harzmarkt” erwerben könnt.

Nun wünsche ich euch aber erstmal viel Freude beim Fotografieren. Zeigt uns gerne eure Bilder und verlinkt @harzfeeling.